HR-Digitalisierung nach wie vor stärker HR- als arbeitnehmerorientiert

12 Oktober 2021

Eine vom führenden europäischen HR- und Payroll-Dienstleister SD Worx unter europäischen Arbeitgebern durchgeführte Umfrage zeigt, dass die Digitalisierung im HR-Bereich in erster Linie darauf abzielt, die Arbeit von HR-Abteilungen zu erleichtern, und eher weniger auf Arbeitnehmer ausgerichtet ist. Zur Veranschaulichung: Digitale Reife wurde hauptsächlich bei hochgradig transaktionalen Prozessen erreicht, wobei Managementsysteme gegenüber arbeitnehmerorientierten Tools wie Self-Service-Systeme, Plattformen für Mitarbeitererlebnis und digitale Assistenten bei weitem überwiegen. HR-Technologieanbieter versuchen unterdessen, diesen Trend umzukehren, um dem Wunsch der Arbeitnehmer nach Unterstützung nachzukommen.

37,7 % (plus 1,1 % gegenüber 2020) der europäischen Unternehmen geben einen hohen digitalen Reifegrad im HR-Bereich an


Die digitale Reife im HR-Bereich entspricht weitgehend den Ergebnissen der im letzten Jahr durchgeführten Umfrage von SD Worx: 37 % der europäischen Unternehmen geben an, einen hohen bis sehr hohen digitalen Reifegrad im HR-Bereich erreicht zu haben. Etwa jedes dritte Unternehmen meldet einen eher mäßig hohen Reifegrad und mehr als jedes vierte Unternehmen räumt ein, dass es dringend umfassendere Maßnahmen ergreifen muss. Bemerkenswert ist jedoch, dass es zwischen den verschiedenen HR-Bereichen erhebliche Unterschiede gibt.

Von der Lohnabrechnung (Payroll) zur Arbeitnehmerfürsorge

Hochgradig transaktionale HR-Aufgaben wie Lohnabrechnung, Zeit- und Spesenmanagement schneiden bei der digitalen Reife deutlich besser ab als stärker arbeitnehmerorientierte HR-Bereiche wie Arbeitnehmerfürsorge, Arbeitnehmerengagement und Teamwork. Bei diesen Kriterien gibt nur jeder dritte Arbeitgeber an, einen hohen bis sehr hohen digitalen Reifegrad erreicht zu haben. Auch die Rekrutierung und Auswahl, der erste Berührungspunkt auf dem Weg des Arbeitnehmers, steht hier ganz hinten an.

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Payroll 3,4/5

Payroll belegt unter den HR-Bereichen in puncto digitale Reife in allen Ländern den ersten Platz, mit Ausnahme von Deutschland (2), Spanien (2), der Schweiz (2) und Italien (5).

Nationale Unterschiede

Bei der Aufschlüsselung der Zahlen nach Ländern treten einige bemerkenswerte Unterschiede zutage. So geben mehr als vier von zehn spanischen, deutschen und irischen Unternehmen an, einen (sehr) hohen digitalen Reifegrad im arbeitnehmerorientierten Bereich erreicht zu haben, während dies nur zwei von zehn skandinavischen Unternehmen berichten.

Hoher digitaler Reifegrad im arbeitnehmerorientierten HR-Bereich (Fürsorge, Engagement und Teamwork)

Top 3

  1. Spanien (44 %)
  2. Irland (42 %)
  3. Deutschland (41,8 %)

Bottom 3

  1. Skandinavien (22,3 %)
  2. Belgien (24,4 %)
  3. Vereinigtes Königreich (27,5 %)

Managementsysteme als Standardoption

Bei der Betrachtung der Art von Technologie, die Unternehmen für ihre digitale Transformation einsetzen, ist die Schlussfolgerung dieselbe: HR-Technologie dient üblicherweise dem Vorteil der HR-Abteilung. Das bedeutet, dass Managementsysteme am ehesten von europäischen Unternehmen genutzt werden, wobei Großbritannien mit 39 % an der Spitze steht. Auf der anderen Seite stellt weniger als jedes fünfte europäische Unternehmen Tools bereit, die die Arbeitnehmer befähigen und ihre HR-Erfahrung verbessern können (Self-Service-Systeme, Plattformen für Mitarbeitererlebnis (EX) und KI-gestützte digitale Assistenten). Im Hinblick auf die Arbeitnehmer sind Self-Service-Systeme zusammen mit Daten und Analysen die am häufigsten verwendeten technischen Tools, um die Möglichkeiten von Arbeitnehmern zu fördern. Irland und Polen schneiden bei Self-Service-Systemen, Deutschland und Österreich hingegen in Bezug auf die Nutzung von Arbeitgeberdaten und -analysen am besten ab. Eine Plattform für Mitarbeitererlebnis und KI-gestützte Assistenten (z. B. selbstautomatisierte Chats) stehen bei der angebotenen HR-Technologie ganz hinten an. Weniger als 1 von 10 Unternehmen integrieren diese Systeme.

Welche Art von HR-Technologie verwenden Sie?

  1. Managementsysteme (30 %)
  2. Self-Service-Systeme (19 %)
  3. Daten und Analysen (19 %)
  4. Plattform für Mitarbeitererlebnis (9 %)
  5. KI-gestützte digitale Assistenten und Roboter (9 %)

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Aufbau kooperativer digitaler Ökosysteme

43,1 % der europäischen Arbeitnehmer schätzen den allgemeinen HR-Ansatz ihres Unternehmens als (sehr) positiv ein

„Ein möglicher Weg für HR, eine Beziehung zu den Arbeitnehmern (wieder)herzustellen, ist die Priorisierung der Arbeitnehmererfahrung bei ihrer digitalen Transformation“, sagt Maria Macho, Geschäftsführerin bei SD Worx. "Dies kann durch die Auswahl von Technologie erreicht werden, die ein kooperatives HR-Management ermöglicht. Beispielsweise bezieht unsere länderübergreifende zentrale HR-Lösung SD Worx People Vorgesetzte, Arbeitnehmer und HR-Experten in mehreren Ländern ein, um effizient bei HR-Themen zusammenzuarbeiten. Sie stützt sich dabei auf Self-Service-Workflows. Das benutzerfreundliche Tool verbessert die Arbeitnehmererfahrung erheblich, während es HR die Sicherheit gibt, dass alle Personaldaten korrekt sind, da die zentrale HR-Lösung auf dem Payroll-System basiert."

Das komplette E-Book kann hier heruntergeladen werden.

Über SD Worx

In der heutigen Arbeitswelt benötigen Unternehmen dynamische und motivierte Arbeitskräfte, die durch intelligente Technologie unterstützt werden. Als führender europäischer Anbieter von Personallösungen verwandelt SD Worx den HR-Bereich in eine Wertschöpfungsquelle für Unternehmen und die Personen, die für sie arbeiten. Maßgeblich sind dabei diese vier zentralen Parameter: Technologie, Outsourcing, Begutachtung und datengestützte Erkenntnisse. SD Worx bietet darüber hinaus Mitarbeiterlösungen für die gesamte Dauer der Tätigkeit eines Arbeitnehmers bei einem Unternehmen. Dies reicht von der Bezahlung von Arbeitnehmern bis zur Gewinnung, Entlohnung und Entwicklung von Talenten.

Weltweit vertrauen mehr als 76.000 kleine und große Unternehmen auf SD Worx und seine über 75-jährige Erfahrung. SD Worx bietet seine Personallösungen in 150 Ländern an, berechnet die Gehälter von ca. 5 Millionen Arbeitnehmern und gehört zu den fünf führenden Dienstleistern im HR-Bereich weltweit. Die mehr als 5.300 Mitarbeiter von SD Worx sind in 18 Ländern tätig: In Belgien (Hauptsitz), Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, Mauritius, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Spanien, Schweden, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich.

Im Jahr 2020 erzielte SD Worx einen konsolidierten Umsatz von mehr als 825 Mio. EUR (Pro-forma-Ergebnis).

Weitere Informationen unter www.sdworx.com / Folgen Sie uns auf LinkedIn und Twitter

Über die Arbeitgeberbefragung

Die Online-Umfrage „The Future of Work and People in Europe 2021“ wurde im Juni 2021 durchgeführt. SD Worx ist es im Laufe mehrerer Wochen gelungen, fast 3.000 Unternehmen in 12 europäischen Ländern/Regionen (Belgien, Niederlande, Frankreich, Italien, Spanien, Irland, Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Vereinigtes Königreich und Skandinavien) zu erreichen. Kleinunternehmen (weniger als 100 Mitarbeiter) bis hin zu Großunternehmen (mehr als 1.000 Mitarbeiter) nahmen an der Umfrage teil und repräsentierten alle vier Wirtschaftszweige.