Digitale und mobile HR-Dienste sind wesentlich, um die Bedürfnisse von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu erfüllen

23 November 2020

Eine internationale Mitarbeiterbefragung des Personal- und Gehaltsabrechnungsdienstleisters SD Worx, die inmitten der COVID-19-Krise durchgeführt wurde, zeigt, dass die meisten Mitarbeiter beim Umgang mit HR-bezogenen Problemen eher digitale Optionen bevorzugen. Arbeitgeber scheinen den dringenden Veränderungsbedarf verstanden zu haben, da 64,8 % von ihnen kurzfristig planen, ihre HR-Dienste für Arbeitnehmer zu verbessern. Das ultimative Ziel: die Verbesserung ihrer eher niedrigen Bewertung des Mitarbeiterengagements.

6,8

Durchschnittliche Bewertung des Mitarbeiterengagements in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

Das Mitarbeiterengagement steht in direktem Zusammenhang mit der Mitarbeitererfahrung – ein Sammelbegriff, der Zufriedenheit am Arbeitsplatz und physische Sicherheit sowie Entwicklung und Förderung umfasst. Die Mitarbeitererfahrung betrifft in der Tat jeden Berührungspunkt zwischen Mitarbeitern und ihrem Unternehmen. Die Mitarbeiter äußerten auch, dass einige dieser Berührungspunkte digitaler sein sollten.

Mitarbeiter als Befürworter digitaler Lösungen

Heutzutage geben nur 20 bis 30 % der Mitarbeiter an, dass ihre HR-Fragen zu Themen wie Gehalt, Weiterbildung, Anwesenheit, Karrieremöglichkeiten, Urlaub und Krankheit vollständig digital beantwortet werden. Diejenigen, bei denen dies der Fall ist, berichten, dass dies hauptsächlich über Desktop-Computer geschieht. Mobile Anwendungen hinken weit zurück. Nicht einmal jeder vierte Mitarbeiter kann auf seinem Smartphone seinen Resturlaub einsehen, Krankheitstage beantragen, Spesen geltend machen oder Arbeitszeiten erfassen. Eine verpasste Chance, da mobilfreundliche Self-Service-Tools oder digitale Assistenten insbesondere bei Millenials gut ankommen.

Kurz gesagt, die meisten Mitarbeiter (35-40 %) haben immer noch keine andere Wahl, als in die Personalabteilung zu gehen, um eine Antwort auf ihre Fragen zu erhalten. Dies steht im Gegensatz zu ihren Wünschen: Etwa die Hälfte von ihnen würde es begrüßen, wenn ihre HR-Anfragen mit digitalen Lösungen bearbeitet würden.

35 bis 40 %

Die meisten Mitarbeiter müssen immer noch in der Personalabteilung vorbeikommen, um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Am Scheideweg der Wünsche und Ziele von HR und Mitarbeitern

Mitarbeiter sind nicht die einzigen, die Veränderung wollen. Mehr als die Hälfte der europäischen Arbeitgeber (54,4 %) sind mit ihren digitalen HR-Tools für Arbeitnehmer sehr bis mäßig unzufrieden. Vor allem in Ländern wie Frankreich (66,1 %), Österreich (66,1 %) und Belgien (62,5 %) sind noch viele Fortschritte möglich. Mit anderen Worten: Die Integration neuer digitaler HR-Tools könnte wohl der Schlüssel sein, um die Belastung der Personalabteilung zu verringern und gleichzeitig die Wünsche der Mitarbeiter zu erfüllen. Dies kann insgesamt für die Mitarbeitererfahrung sehr förderlich sein. Laut der Umfrage haben europäische Unternehmen eine große Anzahl von Projekten geplant, sodass sich Verbesserungen abzeichnen.

Unternehmen konzentrieren sich wieder mehr auf ihr wichtigstes Kapital

Im Juni 2020 befragte SD Worx auch Arbeitgeber über die internationale Online-Umfrage „The Future of Work and People in Europe“ (Die Zukunft der Arbeit und Menschen in Europa). Diese Umfrage zeigt, dass 57 % der europäischen Unternehmen aktiv versuchen, die Mitarbeitererfahrung zu verbessern, und zwar entweder mit laufenden Projekten oder mit Projekten, die innerhalb der nächsten 12 Monate durchgeführt werden sollen. Weitere 20 % haben mittel- oder langfristige Pläne, um sich mit diesem Problem zu befassen. Interessanterweise sind Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in dieser Hinsicht noch entschlossener. Bei rund 65 % von ihnen sind bereits Projekte am Laufen oder werden in Kürze umgesetzt, während dieser Wert bei Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern nur 55 % beträgt.

59,4 %

der europäischen Arbeitgeber geben zu, dass die Verbesserung der Mitarbeitererfahrung für die Zukunft (sehr) wichtig ist.

HR-Dienste haben oberste Priorität

Von allen Themen, die unter die Mitarbeitererfahrung fallen (Weiterbildung, HR-Dienste, Wohlbefinden, Ausgleich zwischen Beruf und Privatleben usw.), legen Arbeitgeber den Fokus am ehesten auf HR-Dienste. Lediglich Payroll gilt als wichtiger als eine effiziente und erfolgreiche Beantwortung und Bearbeitung von HR-Fragen von Mitarbeitern. Zur Veranschaulichung: 64,8 % der 3.000 befragten Unternehmen haben kurzfristig Projekte für HR-Dienste ins Leben gerufen oder geplant.

HR-priorities

Aufgrund der Pandemie waren Unternehmen zunehmend mit möglichen Fragen ihrer Mitarbeiter zu Themen wie Telearbeit bis hin zu Urlaub konfrontiert. Für den Weg aus der Krise könnten digitale(re) Wege genau richtig sein, wobei beide Seiten gleichmäßig profitieren können.

In unserem Bestreben, bestmögliche Mitarbeiterfahrungen zu bieten, haben wir eine innovative digitale Plattform eingeführt. So können unsere Mitarbeiter im Handumdrehen unter anderem Arbeitszeiten registrieren, Krankmeldungen hochladen, nachschauen, wie viele Urlaubstage noch verbleiben, und Daten zur Fahrradnutzung und zu Fahrgemeinschaften eingeben. Das Sahnehäubchen: SD Worx stellt sicher, dass all diese Informationen reibungslos an unsere Payroll-Engine übertragen werden, was zu weniger Arbeitsaufwand und korrekten Gehaltsabrechnungen führt.

Filip Peeters, HR Director bei Nike European Logistics Campus