Problemfeld globale Personalverrechnung - Studie skizziert die Herausforderungen für multinationale Unternehmen

24 Juli 2019

Die meisten international tätigen Unternehmen sind nicht in der Lage, alle notwendigen Vorgänge zur Personalverrechnung global zu erfassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Global Payroll Alliance in Zusammenarbeit mit dem führenden Anbieter von HR- und Payroll-Leistungen SD Worx. Die Untersuchung zeigt auf, dass trotz zunehmender Berücksichtigung von Compliance-Anforderungen wie der gleichen Bezahlung von Frauen und Männern die Personalverrechnung in vielen Firmen keine entsprechenden Berichte fertigen kann. Ziel der Studie ist es, die Herausforderungen erfahrener Payroll-Experten in global agierenden Unternehmen herauszuarbeiten.

Das verbreitete Fehlen eines umfassenden Berichtswesens legt offen, wie schwierig die Umsetzung einheitlicher Richtlinien und Prozesse für viele Unternehmen ist. Genau dieser Umstand ist die größte Herausforderung bei der länderübergreifenden Abwicklung der Personalverrechnung. Am häufigsten fehlen den befragten Unternehmen Informationen über Gesetze und Compliance sowie Wissen über lokale Bestimmungen. 

„Der Druck auf die Personalabteilung nimmt von Jahr zu Jahr zu“, so Jean-Luc Barbier, Vice President Global Solutions bei SD Worx. „Neue Vorschriften erhöhen die Arbeitsbelastung weiter und die Unternehmen benötigen Systeme, um diese präzise und effektiv zu verwalten. Die Daten zu Löhnen und Gehältern spielen eine immens wichtige Rolle bei der Verbesserung der Unternehmensleistung - und eine konsistente Berichterstellung ist dabei ausschlaggebend.“ 

Digitaler Rückgang

Viele Unternehmen bewältigen diese Herausforderungen, indem sie auf die softwaregestützte Personalverrechnung setzen. Trotz der offenkundigen Vorteile digitaler Lösungen in puncto Effizienz, Schnelligkeit und Genauigkeit führt ein beträchtlicher Teil der Unternehmen die Tätigkeiten der Personalverrechnung jedoch weiterhin ausschließlich manuell durch - 12 Prozent nutzen an dieser Stelle keine intelligente Technologie. Die Mehrheit der Unternehmen (72 Prozent) geht diese Aufgaben sowohl digital als auch manuell an und immerhin 13 Prozent sind diesbezüglich nur digital unterwegs.

Ein zunehmend wichtiger Aspekt der Digitalisierung ist die robotergestützte 24/7-Automatisierung (RPA) wiederkehrender manueller Aufgaben. Innovative technische Lösungen sparen den Unternehmen auf diese Weise viel Zeit, welche gewinnbringend in strategisch bedeutsame Aufgaben investiert werden kann. Eine solche Automatisierung spart im Ergebnis neben Zeit auch viel Geld und verbessert natürlich das eigene Serviceangebot. Trotz dieser unbestreitbaren Vorteile wissen 38 Prozent der Befragten nicht, ob ihr Unternehmen von der Nutzung moderner Technologie für die Personalverrechnung profitieren würde. Die technischen Möglichkeiten von heute werden offenbar von vielen Betroffenen der Branche noch nicht verstanden. Auf der anderen Seite stehen jene Unternehmen, welche auf die Vorteile von RPA für die Personalverrechnung setzen. Aus dieser Gruppe versprechen sich 44 Prozent vor allem eine höhere Qualität der Leistung.

„Die Digitalisierung von Betriebsabläufen ist wesentlich, um der Personalabteilung die notwendige Übersicht zu verschaffen und die Daten entsprechend nutzen zu können. Sie bildet die Grundlage für die Bereitstellung wertvoller datenbasierter Erkenntnisse, die ein Unternehmen verändern können“, sagt Jean Luc Barbier und ergänzt: „Einige Unternehmen haben den Übergang von manuellen zu digitalen Prozessen erfolgreich vollzogen - dennoch besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf. Die Unternehmen müssen bereit sein, kontinuierlich Neues zu lernen. Andernfalls riskieren sie, die Vorteile neuer Technologien für die Abteilung und das ganze Unternehmen zu verlieren.“

Mehr Details finden Sie unter: https://go.sdworx.com/gpa-powerofpayroll